Die ac-Kolumne



Die ac-Kolumne: ac13

Der Zauber der unternehmerischen Beteiligung

 

Hurra, hurra schallt es aus allen Ecken: Unternehmensbeteiligungen zeigen sich so beliebt wie nie. Gemäß dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften wurden 2017 11,3 Milliarden Euro von Beteiligungsgesellschaften in rund 1.100 Unternehmen investiert – zwei Drittel mehr als im Vorjahr!  Und auch die Crowdinvesting-Branche vermeldet Rekorde: Im Juni 2018 wurde die Marke von 500 Millionen Euro in Deutschland investierter Gelder geknackt. Verrückt: Die Hälfte dieser Summe wurde innerhalb der letzten 15 Monate platziert. Woher stammt der Andrang?

 

Grundsätzlich gilt: Eine gute Finanzanlage vereint immer zwei Interessen; die des Anlegers und die des Emittenten. Der eine will sein Kapital möglichst sicher und gewinnbringend investieren, der andere benötigt ebendieses Kapital, um sein Projekt bzw. sein Geschäft auf- oder auszubauen. Im idealen Fall profitieren beide Seiten davon – dann haben wir den berühmten Win-Win-Effekt.

 

Manchen Anlegern reicht es dabei aber nicht, Teil einer Kommanditgesellschaft zu sein.Sie wollen mehr oder weniger Anteil daran nehmen, was mit ihrem Geld passiert. Und wobei kann man das am besten? Richtig: Bei direkten unternehmerischen Beteiligungen.

 

Für den einen reichen da schon Aktien. Als Aktionär wird man zu den Hauptversammlungen eingeladen, kann dort sein Stimmrecht ausüben und dazu vielleicht noch eine Currywurst essen. Oder man übt sein Stimmrecht schriftlich aus. Über ihren Geschäftsbericht und andere gezielte Investor Relations-Maßnahmen informieren die Unternehmen über den Verlauf und aktuelle News. Zugegeben: Um als Aktionär wirklich Einfluss nehmen zu wollen, muss man freilich „ein paar mehr“ Aktien kaufen. Selbst Warren Buffet, der über seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway per September 2018 252 Millionen Apple-Aktien hält, besitzt damit nur einen Anteil von gut fünf Prozent. Er vermeide aber auch generell, über eine Quote von zehn Prozent zu kommen. Nun denn, in den Größenordnungen investiert aber auch keiner von uns.

 

Oder aber man wählt als Vehikel Private Equity. Wie viel der oben genannten investierten 11,3 Milliarden Euro Fonds und wie viel direkte Investments ausmachen, können wir nicht sagen. Wir können aber die Zahlen des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften wiedergeben. Sie belegen, dass in Deutschland mehr als 5.000 Unternehmen mit Beteiligungskapital finanziert seien. Davon beschäftigen 90 Prozent weniger als 500 Mitarbeiter. Private Equity ist und bleibt also ein wichtiger Wachstumsmotor für Gründer und Mittelständler.

 

Was wir als Beratungsunternehmen überdies feststellen, ist, dass der Wunsch nach individuellen, direkten Private Equity-Anlagen höher ausgeprägt ist als der an beispielsweise Dachfonds. Für uns ein klares Indiz dafür, dass es vielen Anlegern eben überhaupt nicht egal ist,wohin genau ihr Geld fließt. Und dass insbesondere Unternehmer gern in Unternehmen investieren.

 

Der Wunsch, sich seine Investments selber auszusuchen, wird beim Crowdfunding bzw.investing* besonders deutlichHier picken sich die Investoren sehr gezielt aus einem reichhaltigen Angebot heraus, woran sie sich konkret beteiligen möchten. Der große Vorteil hier sind deutlich kleinere Summen, die angelegt werden müssen, sowie sehr überschaubare Laufzeiten. So kann man seine Investments auch bei einer nicht so großen Liquidität breit streuen. Und je nach Plattform und Projekt kommt man als „Backer“, also Unterstützer, auch ziemlich dicht an die Initiatoren ran – beziehungsweise bei Startups an die Gründer. Was jetzt natürlich nicht zwingend bedeutet, dass man als Anleger mitreden kann. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht.

 

Die Gründe für Unternehmen, auf Beteiligungen zu setzen, liegen auf der Hand: Frisches Kapital ohne Betteln bei der Hausbank. Mitunter gibt’s noch Know-How dazu. Aber woher kommt die steigende Lust des Anlegers an der unternehmerischen Beteiligung?

Wir können nur mutmaßen: Weniger Anonymität und mehr Anteilnahme können zwei Argumente dafür sein. Hinzu kommt sicherlich, dass Private Equity-Investments häufig in einer sehr frühen Unternehmensphase stattfinden – und hier bestehen nun einmal die höchsten Renditechancen. Und insbesondere beim Crowdinvesting kommt bestimmt die Lust am Gründen oder Erfinden hinzu: Auch wenn man es in diesem Falle nicht selber tut, ist man doch hautnah dabei und bekommt einen authentischen Einblick in die Hintergründe.

 

Unser Fazit: Nie war es einfacher, etwas zu bewegen – und das eigene Kapital gleich mit. Und was bewegen Sie?

 

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